Unsere Kollegiatinnen und Kollegiaten in der zweiten Förderperiode

Im Folgenden möchten wir Ihnen unsere  Kollegiatinnen und Kollegiaten im 2. Förderjahr vorstellen. Sie wurden in einem spezifischen Auswahlverfahren von unserem EKFK-Direktorium in Zusammenarbeit mit dem Evaluierungskomitee ausgesucht.

 


 

Michael Seifert

Medizinische Klinik/Abteilung Nephrologie

Projekt 01: Die Rolle von EPCAM-1 bei der Nierenregeneration

 

Es sollen im Zebrafisch-Embryo nach gezielter Ablation von Tubuluszellen die Signalwege charakterisiert werden, welche für die Regeneration nach Tubulusschäden notwendig sind. Unsere Vorbefunde sprechen für eine wichtige Funktion von EPCAM-1 in der Kontrolle des Aktin-Zytoskeletts: EPCAM-1 scheint über eine Hemmung von atypischer Proteinkinase C die Bildung von starren Aktin-Myosin-Bündeln zu verhindern, welche den normalen Regenerationsprozess stören. Neben der präzisen Charakterisierung der von EPCAM-1 induzierten Signalübertragungswege sollen die (Transkriptions-)Faktoren identifiziert werden, welche für die EPCAM-1-Induktion notwendig sind. Hierzu werden die Tubuli von Zebrafisch- Embryonen isoliert, welche regenerationskompetent bzw. –inkompetent sind (die Methode wurde bereits etabliert und erste Transkriptionsvergleiche durchgeführt). Die Manipulation der EPCAM-1- Expression könnte neue therapeutische Ansätze für die Behandlung des ANV liefern.

Mentoren/innen:

1) Prof. Gerd Walz (Abteilung Nephrologie)
2) Dr. Toma Yakulov (Abteilung Nephrologie)
3) Prof. Marco Idzko (Abteilung Pulmologie)

 

 

 

 


 

Lukas Sandner

Klinik für Pulmologie

Projekt 05: Bedeutung von purinergen Rezeptoren bei Glomerulonephritis (puReGN)

Glomerulonephritiden führen in einem hohen Prozentsatz zu einer terminalen Niereninsuffizienz, sodass diese Erkrankungen in unserem Gesundheitssystem hohe Kosten verursachen. Glomerulonephritiden sind akut oder chronisch verlaufende Entzündungen, die verschiedene Ursachen und Auslöser haben können. Bei diesen Entzündungen werden die Signalstoffe ATP und ADP freigesetzt, die an verschiedene purinerge Rezeptoren binden können. Die purinergen Rezeptoren wie P2RY2, P2RY6 und P2RX7 sind wichtige Effektoren der Entzündungsantwort. Um die Bedeutung der purinergen Rezeptoren bei Glomerulonephritiden besser zu verstehen, werden in der Niere, ortsständig (Six2-Cre) oder in neutrophilen Zellen und Makrophagen, systemisch (LysM-Cre), die purinergen Rezeptoren P2RX7, P2RY2 und P2RY6 selektiv ausgeschaltet. In einem murinen Modellsystem für Glomerulonephritiden wird die Auswirkung des jeweiligen konditionalen Gen-Knock-outs mittels umfassender funktioneller, molekularbiologischer und histologischer Diagnostik analysiert.

 

Mentoren:

1) Prof. Marco Idzko (Klinik für Pulmologie)

2) Prof. Tobias Huber (Abteilung Nephrologie)

3) Dr. Florian Grahammer (Abteilung Nephrologie)

 

 



Dr. med. Tobias Böttler

Klinik für Innere Medizin II/Gastroenterologie, Hepatologie,
Endokrinologie und Infektiologie

Projekt 03: Follikuläre T Helferzellen (Tfh) bei der HCV-Infektion

CD4+ und CD8+ T-Zellen nehmen eine entscheidende Rolle in der Pathophysiologie der Hepatitis-C-Virusinfektion ein. Akute, selbstlimitierende Infektionen gehen mit einer starken HCV-spezifischen CD4 und CD8 T-Zellantwort einher. Im Rahmen der chronischen Infektion hingegen kommt es einerseits zu einem Versagen der virus-spezifischen T-Zellantwort welches die Chronifizierung begünstigt, andererseits kommt es gehäuft zu diversen immunologisch-bedingten Begleiterkrankungen deren Ätiologie bislang weitgehend unklar ist.

Follikuläre T-Helferzellen (Tfh-Zellen) sind CD4+ T-Zellen, die als eigenständige T Helferzell-Population für die Entstehung Antikörper-produzierender B-Zellen verantwortlich sind. Damit sind sie für die Ausbildung der pathogen-spezifischen humoralen Immunität unabdingbar und können die erfolgreiche Elimination eines Pathogens vermitteln. Dysregulationen der Tfh-Zellen können jedoch zu aberanten Antikörperantworten führen, so gehen einige Autoimmunerkrankungen mit funktionellen Veränderungen der Tfh-Zellen einher.

In diesem Projekt soll daher der Einfluss von Tfh-Zellen auf die Viruselimination der HCV-Infektion untersucht werden. Außerdem soll evaluiert werden inwiefern dysregulierte Tfh-Antworten mit dem Auftreten autoimmunologischer Erkrankungen bei der HCV-Infektion und der HCV-assoziierten Kryoglobulinämie assoziiert sind.

 

 

Mentoren:

1) Prof. Robert Thimme (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie)

2) Prof. Tobias Huber (Abteilung Nephrologie)

3) Prof. Reinhard Voll (Klinik für Rheumatologie und klinische Immunologie)

 

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