Unsere Kollegiatinnen und Kollegiaten im siebten Förderjahr

Im Folgenden möchten wir Ihnen unsere  Kollegiatinnen und Kollegiaten im 7. Förderjahr vorstellen. Sie wurden in einem spezifischen Auswahlverfahren von unserem EKFK-Direktorium in Zusammenarbeit mit dem Evaluierungskomitee ausgesucht.


 

Dr. Lukas Westermann

Medizinische Klinik/Abteilung Nephrologie

Projekt P01: Identifizierung und Charakterisierung molekularer Interaktionspartner des Polycystin-1-TRPP2-Komplexes

 

 

Die autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD) ist die häufigste monogenetische Erkrankung mit potentiell tödlichem Verlauf. Typisch für die ADPKD sind das Auftreten zahlreicher Nierenzysten und ein zunehmender Verlust funktionellen Nierengewebes. Dieser Prozess führt in der fünften bis siebten Lebensdekade zur terminalen Niereninsuffizienz. Ursache sind zumeist (> 90 %) Mutationen in den Genen PKD1 bzw. PKD2. Deren Genprodukte PC-1 bzw. TRPP2 bilden einen Rezeptor-Ionenkanal-Komplex. Die Funktion dieses Moduls ist unverstanden.
Die Identifizierung neuer Interaktionspartner des PC1-TRPP2-Komplexes kann Hinweise auf dessen Funktion liefern. Ein verbessertes Verständnis kann der Schlüssel zur Entwicklung wirksamer Therapien sein. Ziel dieses Projektes ist die Identifizierung und Charakterisierung potentieller Interaktionspartner des PC-1-TRPP2-Komplexes mit modernen molekularbiologischen Methoden.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeitsgruppe ist die Entwicklung von Organoiden. Diese werden die Grundlage für High-Throughput-Screenings (HTS) bilden. HTS können durch Identifizierung molekularer Targets den Grundstein einer gezielten Pharmakotherapie liefern. Zudem gewinnen wir über die Verwendung gen-editierter Organoide ein verbessertes Verständnis von Gen-Funktionen.

Mentoren/innen:

1) Prof. Gerd Walz (Abteilung Nephrologie)

2) Prof. Michael Köttgen (Abteilung Nephrologie)

3) Prof. Anna Köttgen (Abteilung Genetische Epidemiologie)

 


 

Dr. Maryam Barsch

Klinik für Innere Medizin II/Gastroenterologie, Hepatologie,
Endokrinologie und Infektiologie

Projekt P03: Untersuchungen zum Tumor-Immune-Crosstalk von extrazellulären Vesikeln des Hepatozellulären Karzinoms

 

Das Hepatozelluläre Karzinom (HCC) gehört weltweit zu den führenden Krebstodesursachen mit weiter steigenden Inzidenzraten in den westlichen Industrienationen. Vor dem Hintergrund der häufig späten Erstdiagnose stellen nicht nur systemische Komplikationen, sondern auch beschränkte Therapieoptionen bei fortgeschrittenen Tumorstadien eine große Herausforderung dar. Eine Schwierigkeit bei der Entwicklung und Anwendung neuer immuntherapeutischer Ansätze besteht in der effektiven Immunevasion vieler HCCs, deren Mechanismen noch unklar sind. Ziel dieser Arbeit ist es daher, den Tumor-Immune-Crosstalk beim HCC besser zu verstehen.

Hierfür werden wir die Rolle extrazellulärer Vesikel (EV), insbesondere von HCC produzierten Exosomen, genauer untersuchen und ihre Bedeutung in der Beeinflussung der Immunantwort aufklären. Besonderes Interesse liegt hierbei auf der Interaktion mit dem adaptiven Immunsystem. Darüber hinaus sollen extrazelluläre Vesikel des HCCs identifiziert werden, die auch bei gefürchteten nephrologischen Komplikationen wie dem hepatorenalen Syndrom eine Rolle spielen könnten.

Mentoren/innen:

1) PD Christoph Neumann-Haefelin (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie)

2) Prof. Bertram Bengsch (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie)

3) PD Irina Nazarenko (Umweltmedizin, Schwerpunkt Exosomen und Tumorbiologie)

 


 

Dr. Frederic Arnold

Medizinische Klinik/Abteilung Nephrologie

Projekt P01: Rolle der zytotoxischen CD8+ T-Zell vermittelten Immunantwort im Rahmen renaler Autoimmunerkrankungen

 

Die Gruppe der autoimmunen Glomerulonephritiden führen beim Menschen häufig zu schweren Nierenfunktionseinschränkungen bis hin zu einem terminalen Nierenversagen. In der westlichen Welt sind Glomerulonephritiden die zweithäufigste Ursache für eine Dialysepflichtigkeit.

Die humorale (Antikörper-vermittelte) Immunantwort spielt eine maßgebliche Rolle bei Entstehung und Progress dieser Erkrankungen. Häufig finden sich begleitend aber auch Infiltrate zytotoxischer CD8+ T-Zellen in den Nieren betroffener Patienten. Bislang ist nur sehr wenig über die Rolle dieser Zellen und den Stellenwert der zellulären Immunantwort im Rahmen glomerulärer Erkrankungen bekannt.

Ziel dieses Projektes ist es daher ein neues murines Studienmodell einer CD8+ T-Zell vermittelten Glomerulonephritis zu etablieren und mit Hilfe dieses Modells die Rolle der zytotoxischen Immunantwort im Rahmen von Glomerulonephritiden detaillierter zu charakterisieren.

Mentoren/innen:

1) Prof. Gerd Walz (Abteilung Nephrologie)

2) PD Dr. Yakup Tanriver (Abteilung Nephrologie)

3) Prof. Anna Köttgen (Abteilung Genetische Epidemiologie)

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